Da ist es ja schon, das Jahr 2021. Und mit dem neuen Jahr möchte ich hier auf Hennadi einen Richtungswechsel einläuten. Keinen großen. Keinen drastischen. Nichts was nicht schon vorher da war – nur eben nicht öffentlich! Als selbst bekennende Renaissance Seele möchte ich diesen Blog gerne der kreativen Vielfalt widmen. Weil: Das Leben ist zu kurz, um immer nur eine Pralinensorte zu essen. Aber was ist eine Renaissance Seele?

Einen Beitrag zu diesem Thema habe ich schon verfasst. Du kannst ihn hier nochmal lesen: “Experte ade, Renaissance Seele olé – die vielbegabten Multitalente“. In diesem Beitrag gehen wir diesem Persönlichkeitstyp mal etwas genauer auf den Grund. Übrigens kommt die Benennung “Renaissance Seele” von Margaret Lobenstine. Ich kann dir ihr Buch nur ans Herz legen, wenn du dich heute nach dem Lesen als Renaissance Seele wieder erkannt hast!

Charakteristika einer Renaissance Seele

Es gibt ja wahnsinnig viele Persönlichkeitstheorien da draußen. MBTI, Big Five, Enneagramm… um nur mal einige zu nennen. Anja von Still Vewurzelt leistet da auf ihrem Blog für Introvertierte tolle Arbeit. Und dann gibt es eben die Scanner, Polymaths, Vielbegabten, Jack-of-all-trades oder: Renaissance Seelen – und lass dir gesagt sein, so vielfältig allein schon die Benennung für diesen Persönlichkeitstyp ist, so viel Verwirrung herrscht im Netz auch über die Charakteristika. Schauen wir uns doch einmal genauer an, wer diese Menschen genau sind.

Du liebst die Vielfalt

Das ist vielleicht die offensichtlichste Eigenschaft: Als Renaissance Seele liebst du es vielfältig. Es ist dir wichtiger, ein buntes Leben zu leben, als dich über langen Zeitraum auf eine einzige Sache zu konzentrieren. Das heißt nicht, dass du nicht konzentrieren kannst, ganz im Gegenteil. Es heißt nur, dass du Abwechslung brauchst, damit es dir gut geht. Das kann bei verschiedenen Renaissance Seelen unterschiedlich aussehen. Manche bevorzugen es, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun oder vielleicht sogar beruflich unter einen Hut zu kriegen (wie man so etwas anstellt, behandle ich bald in einem Blogartikel). So mache ich es zum Beispiel mit Hennadi: Ich vereine meine Liebe für Yoga, Kunst und digitales Design in einem Business. Und habe so immer viel Abwechslung. Andere Renaissance Seelen verfolgen ihre Interessen eher konsekutiv, sind also beispielsweise 10 Jahre in einem Job, bevor sie dann zum nächsten Interessenfeld übergehen.

Du möchtest an deiner Arbeit wachsen anstatt dich immerzu an strenge Pläne zu halten

Einer der Gründe, warum ich meine Universitätskarriere aufgegeben habe, obwohl ich die Möglichkeit zu einer Promotion hatte, war genau das: der kontinuierliche, geradlinige Weg immer weiter in die Spezialisierung. Da hat mein Renaissance Seelen Herz einfach zu sehr geblutet. Denn so funktioniert die akademische Laufbahn im Grunde: du beginnst mit einem Indologie-Studium. Im Master spezialisierst du dich dann auf Sanskrit Literatur. Dann machst du deinen Doktor über die Veden und spezialisierst dich dann im weiteren Verlauf auf das Frauenbild in der Manusmriti. Dabei… hat dich ganz am Anfang deines Weges vielleicht einfach das Land Indien an sich interessiert. Wenn du eine Renaissance Seele bist, tickst du anders. Du möchtest in deiner Arbeit die Chance haben, auch mal abzubiegen. Deinen Weitwinkelblick schweifen zu lassen. Diese Charaktereigenschaft in deine Berufswahl mit einzubeziehen, kann sehr hilfreich sein.

Du definierst Erfolg anders als deine Mitmenschen

Stell dir mal folgende Situation vor: vielleicht hattest du schon immer ein Händchen für zarte Handwerkskunst. Und dann hast du beschlossen, deinen eigenen Laden für Fimo-Schmuck zu eröffnen (kennste nicht? Schau mal, ich hab dir ein inspirierendes Video rausgesucht: “DIY Polymer Clay Ohrringe” Aber wirf mir nicht vor, dass du jetzt dank mir noch ein neues Hobby hast!). Ganz Renaissance Seele bist du natürlich Feuer und Flamme und verschlingst ALLE Ressourcen, die es zu dem Thema gibt und stellst nach kurzer Zeit richtig schönen Schmuck her. Das ganze Business-Wissen eignest du dir über Bücher und Bekannte an, du eröffnest deinen Laden und natürlich wird das Ganze ein Hit.

Und jetzt? “Normale” Menschen definieren Erfolg über eine Art Leitersystem: Je weiter du auf deiner Leiter hochgeklettert bist, desto erfolgreicher bist du. Dementsprechend würde ein “normaler” Mensch nach dem Ladenerfolg über folgende Dinge nachdenken: Franchise Unternehmen? Oder einen internationalen Handel beginnen? Deinen Schmuck als Marke eintragen lassen und ihn über andere Unternehmen vertreiben? Und natürlich: Viele neue Mitarbeiter einarbeiten.

Aber du? Du wolltest doch einfach mal in den Fimo-Schmuck einsteigen. Und einen Laden eröffnen. In deiner Definition von Erfolg bist du nun – fertig. Du hast das Thema durchdrungen. Zumindest so weit, wie du das eben wolltest. Und nun ist es Zeit für eine neue Herausforderung!

Was sind Renaissance Seelen nicht?

Falls du dich jetzt eindeutig als Renaissance Seele identifiziert hast, dann hast du bestimmt auch dieses Phänomen erlebt, dass dich Freunde und/oder Familie einfach nicht verstehen. Dass sie Vorurteile gegenüber deinem sprunghaften Lebensweg haben und meinen, dass da doch sicher irgendwelche psychologischen Probleme dahinterstecken. Das kann sein – muss aber nicht. Im nächsten Artikel über die Renaissance Seelen decke ich Mythen auf, die es über diesen Persönlichkeitstyp gibt.

Mit welchen der drei Eigenschaften konntest du dich am meisten identifizieren? Schreib’s mir gern in die Kommentare und teile den Beitrag über die Buttons mit deinen Freunden! Hilf mir die Kunde über diesen tollen Menschentyp zu verbreiten. Bis zum nächsten Mal,

Deine Dominika

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2 Comments

  1. Lieben Dank für die Erwähnung und ein mega spannendes Thema! 🙂 Ich liebe Typentheorien und glaube auch nicht, dass die “eine” richtig für alle ist. Für manche reicht es schon aus, wenn sie herausgefunden haben, dass sie introvertiert sind, andere schätzen MBTI sehr und für wieder andere passt Ennegramm oder eben das Konzept einer Scanner-Persönlichkeit besser. Sehr cool, dass du dich den Scannern angenommen hast! 🙂

    1. Danke für deinen Kommentar, Anja! Ja, da hast du Recht. Ich denke wir springen vor allen Dingen auf die Theorien an, die am meisten unsere Schmerzpunkte triggern. Wenn also jemand in seinem Leben viel gemobbt wurde, weil er nicht “extrovertiert genug” war, dann wird diese Person sich vor allen Dingen als “der Introvertierte” sehen. Ich denke jede Typentheorie gibt uns ein kleines Stückchen Puzzleteil unserer Selbst. Und dann ist auch immer mal wieder wichtig, sich davon zu de-identifizieren und sich zu sagen: Ich bin Dominika. 😀 Die Scanner faszinieren mich in der Tat, das war ein sehr großer Aha-Moment vor einigen Jahren und es tut sehr gut, das zur Abwechslung mal auszuleben und nicht bewusst zu bremsen.

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